Was ist bindungsenergetik?


 

herzgeleitete körperorientierte Psychotherapie

Der Psychologe Michael Munzel hat seit dem Jahr 2000 aus der modernen Gehirn- und Bindungsforschung, der Neurokardiologie sowie aus den energetischen Ansätzen reichianischer Körperpsychotherapie einen zeitgemässen Ansatz körperorientierter Psychotherapie entwickelt. Die Energetik des Herzpulses und seine dauerhaften Beziehungen, die Bindungen geben diesem Ansatz ihren Namen - Bindungsenergetik

 

Folgende Aspekte sind in der bindungsenergetischen Therapie zentral:

 

Die Bindung

Um sich entwickeln und lernen zu können ist der Mensch auf Bindung zu anderen Menschen existenziell angewiesen. Bindung verleiht uns Stabilität und Sicherheit, gibt Orientierung und definiert unsere Zugehörigkeit. Um diese Bindung zu unseren Bezugspersonen zu sichern, entwickeln wir Strategien, Verhaltensweisen und Reaktionsmuster.
 Diese Muster dienen zwar der Bindungssicherung, können aber  unserer ureingenen Veranlagung widersprechen. Kinder tun beispielsweise "alles" um ihren Eltern zu entsprechen und die Bindung zu ihnen aufrecht zu erhalten.
Diese Erfahrung mit unseren Bezugspersonen bestimmen wie wir die Welt sehen, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen, was wir glauben, wie wir Probleme lösen und was wir richtig und wichtig finden. Dementsprechend werden wir geprägt.
Durch die Therapie werden eigene sichere Bindungen aufgebaut, die es ermöglichen neue Wege zu gehen. Auf diesen neuen Wegen erkennen wir Alternativen und entwickeln ein Bewusstsein für alte Muster und Prägungen, welche wir dadurch immer mehr zurücklassen können.

 

Das Herz

Unser Herz schlägt ca. 80 mal pro Minute und bringt Energie, Nährstoffe und Information in unseren Körper. Es hält uns dadurch am Leben.
Vom Herzen kommen Anliegen, Wünsche und Entscheidungen. Oft haben wir verlernt auf diese zu hören und trauen lieber unseren alt bewährten Mustern im Kopf. Mit therapeutischer Unterstützung finden wir wieder Zugang zu Herzensweisheit, zu unserem Ureigenen und dem was sich im Hier und Jetzt zeigen und aufbauen möchte.

 

Das Gehirn

Unsere Erfahrungen wiederum bestimmen, wie wir unser Gehirn einsetzen. Diese vermeindlich erfolgreichen Strategien führen dazu, das Gehirn immer auf die gleiche Weise zu benutzen. Die Flexibilität und Lebendigkeit des Gehirns wird eingeschränkt und unser Denken und Handeln immer mehr vorgegeben. Die moderne Gehirnforschung zeigt, dass unser Gehirn lebenslang in der Lage ist sich zu verändern. Es ist demnach von grosser therapeutischer Bedeutung neue Erfahrungen zu erleben, um überhaupt eine kognitive Umstrukturierung im Sinne einer Neuformierung des Gehirns zu erreichen. Von ebensolcher Bedeutung ist, sich bewusst darüber zu werden wie das Hirn aktuell benutzt wird. So entwickeln und etablieren sich Alternativen und krankmachende Abläufe werden weniger.

 

Energie und Information

Wir betrachten was im "Hier und Jetzt" entsteht. Nimmt Wohlgefühl, Verbundenheit und Verständnis zu, kommen aus dieser Energie heraus Informationen auf, um was es im Moment gerade geht. Wirken Muster oder sind alte Erfahrungen an der Oberfläche, dann wird es schwächend und anstrengend. Die Energie sinkt und "um sich selber kreisen" setzt ein, die Erwartungen und Hilflosigkeit nehmen zu und die Bindung wird geschwächt.
Im Heilungsprozess entwickeln sich Energie und Information parallel. Die vermittelte Information kommt auch durch eine authentische, dazu passende Energie zur Wirkung.

 

Körper und Psyche

Bindungsenergetik berücksichtigt das Wissen um funktionale Einheit von Körper und Psyche. Der Körperkontakt, zum Beispiel die Berührung durch den Therapeuten im Herzbereich, dient einerseits dazu, eine möglichst gute Verbindung zum aktuellen Geschehen zu bekommen. In dieser Form nutzt die Bindungsenergetik den Körper als Informationsträger. Andererseits gehen körperliche Erfahrungen gleich mit innerpsychischem Erleben. In diesem Sinne könnnen auch über Körperkontakte neue Erfahrungen vermittelt und gestärkt werden.

Der Klient kann auf Grund der positiven Anbindung und des gestärkten psychischen Befinden andere Entschlüsse fassen. Er hat mehr Mut auf sich zu hören. Er ist in der Lage die aufbauenden Kräfte zu nähren und zu pflegen und hat ein Bewusstsein für Schwächendes entwickelt. Der Mut zur Auseinandersetzung kommt auf. Der Klient betrachtet sich nicht mehr länger als Opfer seiner Prägung und Erfahrungen, sondern ist in der Lage an seine eigene Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken anzuknüpfen. Das Eigene kann gelebt werden. Was zu Gesundheit, Zufriedenheit, Klarheit und Zuversicht führt.